Private-Equity-Fonds erwirbt Anteile an Holding von Manchester City

Rekordpreis für englischen Fußballmeister: Die amerikanische Beteiligungsgesellschaft Silver Lake beteiligt sich mit rund zehn Prozent für 500 Millionen US-Dollar an der City Football Group (CFG), dem Mehrheitseigentümer von Manchester City. Wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung vergangene Woche berichtet hat, wird die Holding von Manchester City demnach mit insgesamt 4,8 Milliarden US-Dollar bewertet. Damit gilt der amtierende Fußballmeister Englands auf Basis tatsächlich gezahlter Preise als der teuerste Sportverein weltweit.

Neben Manchester City zählen zur CFG noch zahlreiche weitere Vereine, darunter etwa New York City FC, Melbourne City FC sowie Yokohama F. Marinos aus Japan. Laut Silver Lake beschäftigt die Gruppe mehr als 2.000 Mitarbeiter an zwölf Standorten rund um den Globus. Für die Beteiligung werde keiner der bestehenden CFG-Aktionäre Aktien veräußern; der Anteilserwerb erfolgt entsprechend über eine Kapitalerhöhung.

Hinter der CFG steht das arabische Emirat Abu Dhabi, genauer die Abu Dhabi United Group. Der Beteiligungsfonds von Scheich Mansour bin Zayed Al Nahyan hält rund 77 Prozent an der Gruppe; zwölf Prozent sind im Besitz eines Konsortiums chinesischer Investoren rund um die Mediengruppe CMC Inc.

Wie die FAZ berichtet, will die CFG mit Hilfe der Erlöse aus der Beteiligung sowohl neue internationale Wachstumsmöglichkeiten wahrnehmen sowie vermehrt in die Technologie investieren. Silver Lake gilt als einer der weltweit führenden Technologieinvestoren. Der aus dem Silicon Valley stammende Private-Equity-Fonds hat unter anderem durch seine Beteiligungen am chinesischen Internetkonzern Alibaba und dem Instant-Messaging-Dienst Skype eine gewisse Bekanntheit errungen. Silver Lake wird im Beteiligungsrat der Manchester-City-Holding durch den leitenden Partner Egon Durban vertreten.

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