Deutsche Unternehmen: Anzahl der Beteiligungen ausländischer PE-Investoren auf Rekordniveau

Die Zahl der Engagements ausländischer Private-Equity-Gesellschaften an deutschen Unternehmen hat kurz vor Jahresende 2019 einen neuen Höchststand erreicht. Laut einem aktuellen Bericht der Beratungsgesellschaft PwC waren die Investoren aus dem Ausland bereits Mitte November an insgesamt 352 Transaktionen in der Bundesrepublik beteiligt. Damit macht die Summe der Deals mit Private-Equity-Beteiligung knapp die Hälfte aller Engagements mit ausländischen Geldgebern aus (46 Prozent). Zum Vergleich: Noch ein Jahr zuvor waren im Zeitraum Investoren aus dem Ausland an 313 Deals hierzulande beteiligt.

Besonders beliebt sind deutsche Firmen bei US-amerikanischen Private-Equity-Investoren. Sie waren bis Mitte November 2019 für knapp ein Drittel aller Transaktionen verantwortlich und haben insgesamt 106 Unternehmen übernommen. An zweiter Stelle folgen Kapitalgeber aus dem Vereinigten Königreich. Während sie mit insgesamt 73 Deals im Zeitraum zwar deutlich hinter den US-Amerikanern landen, stellt die Anzahl zugleich einen Höchststand für Transaktionen mit UK-Beteiligungen dar. Allein im Vergleich zum Vorjahr ist die Summe um 22 Prozent gestiegen. An dritter Position landen französische Geldgeber mit insgesamt 32 Deals.

Dabei interessieren sich ausländische Investoren keineswegs nur für große und Mega-Deals mit einer Mindestbeteiligung ab 250 Millionen Euro – im Gegenteil. Bereits seit 2016 werden insbesondere kleine und mittelgroße Transaktionen bei den Kapitalgebern aus dem Ausland immer beliebter: Fast die Hälfte aller Deals im vergangenen Jahr kann dieser Kategorie zugeordnet werden (48 Prozent). Dabei hat sich vor allem die Zahl der kleinen Transaktionen mit einer Beteiligungssumme von unter 50 Millionen Euro von 40 im Vorjahreszeitraum auf inzwischen 77 deutlich erhöht. Große Deals machten 2019 insgesamt 47 Prozent aller Beteiligungen aus.

Weitere Informationen finden Sie unter www.pwc.de