Thyssenkrupp schränkt Bieterfeld für Aufzugssparte ein

Der Essener Stahlgigant hat die Liste der zugelassenen Bieter für das Aufzugsgeschäft Elevator eingegrenzt. Wie das Handelsblatt und die Nachrichtenagentur Bloomberg mit Verweis auf unterrichtete Finanzkreise berichten, wird die Thyssenkrupp AG mit nur drei Finanzinvestoren weiterverhandeln. Demnach sind sowohl die asiatische Private-Equity-Gesellschaft Hillhouse Capital sowie die brasilianisch-amerikanische Investmentgesellschaft 3G Capital aus dem Bieterkreis ausgeschieden.

Mit dem Verkauf der Aufzugssparte will der Industriekonzern ausreichend Geld einnehmen, um das verbliebene Geschäft weiter vorantreiben zu können. Laut Finanzkreisen könnte die Veräußerung bis zu 15 Milliarden Euro einbringen – was der größten Private-Equity-Übernahme in Europa innerhalb der vergangenen fünf Jahre entspräche. Die Elevator-Sparte gilt als der gewinnträchtigste Konzernanteil und ist sowohl in Europa, Nordamerika als auch Asien präsent.

Wie Bloomberg berichtet zählt derzeit ein Konsortium, zu dem Blackstone Group Inc., Carlyle Group LP und Canada Pension Plan Investment Board gehören, zum zugelassenen Bieterkreis. Auch ein Konsortium um Advent International, Cinven und die Abu Dhabi Investment Authority sei noch im Rennen – ebenso wie Brookfield Asset Management Inc., die sich mit Temasek Holdings Pte zusammengeschlossen haben.

Bis zum 27. Januar könnte sich die Runde der Bieter jedoch noch erweitern: Sowohl Kone aus Finnland als auch die japanische Hitachi-Gruppe dürfen bis zum Stichtag noch ihre Angebote einreichen. Noch vor der Hauptversammlung am 31. Januar wird den Berichten zufolge der Aufsichtsrat der Thyssenkrupp AG tagen. Die nächste Bieterrunde werde dann für Mitte Februar erwartet; bis Ende des ersten Quartals wolle das Management schließlich eine Entscheidung fällen.

Weitere Informationen finden Sie unter www.bloomberg.com und www.handelsblatt.com