Private-Equity-Investoren aus Schweden und Kanada kaufen Deutsche Glasfaser

Milliarden für den Ausbau des deutschen Glasfasernetzes: Die beiden Private-Equity-Investoren EQT und Omers übernehmen die Deutsche Glasfaser von der US-amerikanischen Beteiligungsgesellschaft KKR. Wie das Fachmagazin Finance diese Woche berichtet hat, soll der Kabelnetzbetreiber mit dem saarländischen Konkurrenten Inexio verschmolzen werden. Diesen hatte der schwedische Finanzinvestor EQT bereits im Spätjahr 2019 für rund eine Milliarde Euro von den PE-Investoren Warburg Pincus und DBAG abgekauft.

Nach Abschluss der Fusion soll EQT insgesamt 51 Prozent an dem Unternehmen halten. Der kanadische Pensionsfonds Omers wird die übrigen 49 Prozent übernehmen. Die Transaktion soll bereits im zweiten Quartal dieses Jahres erfolgen – Angaben zum exakten Kaufpreis wurden bislang jedoch noch nicht veröffentlicht. Lediglich Berichten aus Finanzkreisen zufolge könnte es KKR gelungen sein, die Deutsche Glasfaser für 2,8 Milliarden Euro zu veräußern. Was deutlich über der ursprünglich im Raum stehenden Spanne von 1,5 bis 2 Milliarden Euro läge.

Angesichts der Unternehmenszahlen der Deutsche Glasfaser wäre der Kaufpreis eine extrem stolze Summe. Der Kabelnetzbetreiber erwirtschaftete 2018 einen Umsatz von lediglich 64 Millionen Euro. Jedoch birgt das Unternehmen ein großes Wachstumspotenzial. So hat es sich die Bundesregierung zum Ziel gesetzt, gemeinsam mit den Telekommunikationsunternehmen in Deutschland ein flächendeckendes Gigabit-Netz aufzubauen.

Diesen Fokus wollen auch die neuen Eigentümer des Kabelnetzbetreibers an die Spitze ihrer Agenda stellen. EQT und Omers zufolge soll das fusionierte Unternehmen in den kommenden Jahren sieben Milliarden Euro in die hiesige Hochgeschwindigkeits-Internetinfrastruktur investieren. Damit sollen insgesamt über sechs Millionen Glasfaseranschlüsse in der Bundesrepublik gebaut werden.

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