Startschuss zur zweiten Runde – der AS II im Überblick

Kevin Gruber
16. März 2026

Unsere Programmreihe „Alternative Strategies“ geht in die zweite Runde. Im Rahmen des Alternative Strategies II stellen wir in den kommenden zweieinhalb Jahren in bewährter Manier zehn Private Equity-Zielfonds aus zwei spannenden Investmentbereichen vor:

  • Secondaries und
  • Buyout-Spezialisten

Was sich hinter diesen Themen versteckt und für wen ein Engagement interessant sein kann, erklären wir im Folgenden.


Secondaries

Der Secondary-Markt ist aktuell das am schnellsten wachsende Segment innerhalb der Private Equity-Anlageklasse. Hinter dem Begriff verstecken sich in Wahrheit zwei unterschiedliche Sub-Strategien: die klassischen „LP-led“ Deals und die neueren „GP-led“ Transaktionen.

Grafik 1: Secondary-Transaktionsarten

Quelle: Circle Eleven

Verkaufen LPs (also Fondsinvestoren) ihre „gebrauchten“ Fondsanteile, spricht man von LP-led Deals. Als Verkäufer treten häufig große Pensionsfonds und US-amerikanische Stiftungen auf. Diese Anleger „bewirtschaften“ ihr Private Equity-Portfolio aktiv und veräußern Fonds aus bestimmten Regionen oder von einzelnen Managern, wenn dort eine zu hohe Konzentration erreicht wurde oder wenn Liquidität benötigt wird. Der Kaufpreis eines LP-led Secondaries wird in der Regel in Abhängigkeit vom NAV (= Net Asset Value bzw. Zeitwert des Fonds) bestimmt. Aktuell werden entsprechende Fondspositionen mit Abschlägen von rund 10-20% zum NAV gehandelt.

Bei GP-led Deals treten die GPs (also die Fondsmanager) als Verkäufer auf. Typischerweise packen die GPs ein oder mehrere Portfoliounternehmen in einen sog. Continuation-Fonds. An diesem Fonds können sich dann Secondary-Fonds, aber bei Interesse auch die bestehenden LPs des Fondsmanagers beteiligen. Die Verwaltung des Continuation-Fonds und das Management der Deals verbleibt beim GP. GP-led Deals sind neben den „herkömmlichen“ Exit-Arten (wie Börsengang, Verkauf an einen strategischen Investor oder an einen Finanzinvestor) eine Möglichkeit für den Fondsmanager, um für seine LPs Liquidität zu schaffen. Für Continuation Fonds werden bevorzugt Portfoliounternehmen ausgewählt, denen der GP signifikantes weiteres Wertsteigerungspotenzial zutraut und von denen er sich zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht trennen möchte, sog. „Trophy Deals“.

Besonders in den vergangenen zwei Jahren ist das Exitvolumen im Private Equity-Markt hinter dem langjährigen Durchschnitt zurückgeblieben. Sowohl für Fonds-Investoren als auch für Fondsmanager entwickelt sich der Sekundärmarkt deshalb zu einem alternativen Exit-Weg und einer verlässlichen Quelle für Liquidität – entsprechend ist das Secondary-Transaktionsvolumen weltweit stark gestiegen (siehe Grafik 2). Potenzielle Käufer profitieren von dieser Entwicklung, weil sich auf diesem Weg solide „Assets“ in der Regel zu signifikanten Bewertungsabschlägen bzw. zu attraktiven Bewertungen erwerben lassen.

Grafik 2: Secondary-Transaktionsvolumen (in Mrd. USD)

Quelle: Jefferies „Global Secondary Market Review“, Januar 2026

Das spricht aus unserer Sicht für eine Beteiligung an Secondary-Fonds:

  • Schnelle Liquidität
    • Geld „auf der hohen Kante“ wird schneller abgerufen und kommt zeitnah „ins Arbeiten“
  • Reduziertes Risiko durch
    • Hohe Streuung über viele Fonds / Portfoliounternehmen
    • Geringes „Blind-Pool“-Risiko (Fondsmanager kaufen bereits bekannte, ausinvestierte Fonds bzw. Deals)
  • Positive Renditeerwartung im aktuellen Umfeld
    • LP-led: Preisabschläge im Markt (sog. Discounts) versprechen zusätzliche Rendite
    • GP-led: Transaktionen haben sich als wesentlicher neuer Exit-Kanal für viele Fondsmanager etabliert
  • Sehr gute Diversifikation zu ggf. bereits bestehenden Private Equity-Investment

 

Buyout-Spezialisten

Spezialisierung zahlt sich häufig aus. Diese Erkenntnis gilt auch für den Private Equity-Markt. Gerade im klassischen Buyout-Segment haben sich neben vielen Generalisten zunehmend auch Fondsmanager mit klarer Fokussierung auf spezielle „Themen“ etabliert. Fonds aus vielversprechenden Sub-Segmenten stellen wir auch im Rahmen unserer Alternative Strategies-Reihe vor:

Grafik 3: Arten von Buyout-Spezialisten

Die Vorteile von jungen, „kleinen“ Fonds haben wir in unserem letzten Newsletter genauer untersucht (hier nachlesen).

Das Thema „Sponsorless Deals“ haben wir ebenfalls in einem früheren Newsletter ausführlich für Sie beleuchtet (zum Newsletter).


Das spricht aus unserer Sicht für eine Beteiligung an Fonds von Buyout-Spezialisten:

  • Spezialisten kaufen in der Regel günstig ein
    • Fonds und Deals sind typischerweise kleiner – in diesem Bereich sind Entry-Multiples deutlich geringer
    • Deals werden oft bilateral, „unter dem Radar“ gesourced – teure Auktionen sind nicht notwendig
  • Spezialisten erzielen im Schnitt eine höhere Wertschaffung
    • Fondsmanager sind extrem nah an ihren Deals dran
    • Spezialisten kennen ihre „Nische“ und pflegen die entsprechenden Netzwerke
    • Starkes operatives Engagement statt „Financial Engineering“
  • Kleine und junge Teams sind hungrig und hoch-motiviert
    • Spezialisten können typischerweise nicht von der Management-Gebühr allein leben – Performance-Carry ist der Motivator
    • Erfolg bei den ersten Fonds ist unabdingbar, um sich langfristig am Markt zu etablieren

Natürlich gilt hier wie bei allen Kapitalanlagen: Renditen von Buyout-Spezialisten sind im Schnitt höher als von klassischen Buyout-Fonds, aber die Streuung um den Mittelwert ist größer (auch nach unten!)

 

Circle Eleven Alternative Strategies II

Im Rahmen des Alternative Strategies II bieten wir die Beteiligungsmöglichkeit an bis zu zehn Private Equity-Fonds bis Mitte 2028.

Grundprinzip und Terms sind vergleichbar zu den bewährten Konditionen unserer Co-Invest-Reihe und des Vorgängerprogramms AS I:

  • Investition parallel zu den Gesellschaftern der Circle Eleven, die wieder einen substanziellen Teil zur gesamten Zeichnungssumme beisteuern werden
  • Flexible Allokationsmöglichkeit für jeden Investor
  • Rein erfolgsbasierte Vergütung
Interesse für Private Equity geweckt?

Gerne sprechen wir gemeinsam über Ihren individuellen Zugang zu Private Equity-Fonds!

Kevin Gruber
Kevin Gruber

Partner, Research

Bei Circle Eleven ist Kevin für die Bereiche Research, IT sowie Risikomanagement verantwortlich. Er startete seine Karriere 2001 bei der Strategieberatung Oliver Wyman und wechselte 2007 als Head of Research & IT zum Münchener Private Equity-Dachfondsmanager von Braun & Schreiber. Ab 2015 war er Geschäftsführer des PE-Fintechs Asset Metrix. 2020 ist Kevin als Partner zur Circle Eleven gestoßen.

  • kg@circleeleven.com
  • Linkedin

Weitere Artikel von Circle Eleven

Analysen, Interviews und Neuigkeiten direkt in die Inbox?

Alle zwei Monate geben wir in Ihnen wertvolle Einblicke in die Private Equity Welt und informieren Sie über alle Neuigkeiten zu Circle Eleven. Bleiben Sie auf dem Laufenden und abonnieren Sie jetzt den Newsletter! 

Durch das Abonnieren akzeptieren Sie unsere Datenschutzbestimmungen.